Dänisches Haus: Energieeffizienz

Dänemark setzt derzeit einen Regierungsplan um, um die Energieeffizienz von Gebäuden weiter zu verbessern. Bis 2015 soll der Energieverbrauch um 50% gesenkt werden.

Wenden wir uns also den Technologien zu, die beim Bau eines Hauses verwendet werden. Die Dänen haben kein einziges "Rezept" für den Bau von Gebäuden, daher sind alle Häuser unterschiedlich - Ziegel, Holz, Beton. Die Bautechnologien sind ebenfalls unterschiedlich, verwenden jedoch meistens die Rahmen- und Paneelrahmenmethode zum Bauen von Häusern. Diese Technologien, die übrigens in den skandinavischen Ländern erfunden wurden, sind recht einfach und helfen, ein Haus in kürzester Zeit zu bauen. Am Beispiel dieser Technologien ist es außerdem praktisch zu zeigen, wie ein Haus richtig isoliert wird.

Bei der Rahmentechnologie wird also eine Dampfsperrfolie auf die warme Seite der Isolierung und dann auf die Isolierung selbst gelegt - Steinwolleplatten, eine winddichte Membran. Dann erfolgt von der Seite des Raumes die Innendekoration und von außen die Fassadenverkleidung. Zusätzlich zu den Wänden sind Dach und Boden mit Platten isoliert, da diese Strukturen für 40% des Energieverbrauchs des Gebäudes verantwortlich sind.

Die Dänen achten sehr auf Wärmedämmarbeiten, insbesondere auf die Wärmedämmung von "Kaltbrücken" - Bereichen eines Gebäudes, in denen aus bestimmten Gründen eine erhöhte Wärmeübertragung auftritt (z. B. Fenster- und Türstürze, Kellersockel usw.). Sie bearbeiten sorgfältig alle Fugen zwischen den Paneelen mit einem Dichtmittel oder schneiden Streifen von der Isolierung ab und legen sie an diesen Stellen ab.

Sie verhindern das Eindringen von Kälte in das Haus und doppelt verglaste Fenster an den Fenstern. Ein spezielles Inertgas wird in den Zwischenglasraum von doppelt verglasten Fenstern gepumpt, was zu einem besseren Wärmeschutz solcher Fenster beiträgt. Um zu verhindern, dass Wärme durch das Glas entweicht, kann eine sehr dünne Schutzschicht auf die Oberfläche aufgebracht werden, die die Sonnenwärme im Inneren des Gebäudes ableitet, den Raum heizt und nicht nach außen abgibt. Dänen kaufen übrigens doppelt verglaste Fenster mit Aluminium- oder Holzrahmen für ihre Häuser. Solche doppelt verglasten Fenster sind umweltfreundlicher als in Russland übliche PVC-Profile.

Die Dänen suchen und nutzen aktiv alternative Energiequellen, insbesondere nach der Ölkrise von 1973, als es zu einer erzwungenen massiven Umstellung auf Kohle kam. Die dänischen Behörden waren besorgt über die negativen Umweltauswirkungen der Verbrennung fossiler Brennstoffe und forderten die Bürger auf, nach Möglichkeit Windkraft zu nutzen. Und jetzt erzeugen Windkraftanlagen mehr als 20% des gesamten Stroms in diesem Land. Viele Landhausbesitzer schließen sich zusammen und investieren in eine Genossenschaft, die eine Windkraftanlage installiert, die die notwendige Energie für die Beleuchtung und Heizung mehrerer Häuser erzeugt. Auch die Energie des Sonnenlichts wird als alternative Quelle genutzt. Hierzu werden auf dem Dach Solarkollektoren installiert, mit denen Warmwasser für Badezimmer und für technische Zwecke gewonnen wird.

Besonderes Augenmerk wird im dänischen Haus auf die Abdichtung der Haustür gelegt, da diese ein zusätzliches "Tor" für die Kälte werden kann. In der Regel befindet sich zwischen der Straßentür und dem Eingang direkt zum Wohnbereich ein Vorraum. Die Dänen glauben, dass das Design mit einem Vorraum am effektivsten ist, um den Wärmeverlust durch die Tür zu bekämpfen.

Das dänische Haus verfügt auch über ein Belüftungssystem mit Erholung, das auch dazu beiträgt, die Wärme im Raum zu halten und das Haus mit frischer Luft von der Straße zu versorgen. Das Hauptprinzip des Betriebs dieses Systems besteht darin, dass im Haus ein Rekuperator installiert ist - ein Wärmetauscher, bei dem frische Außenluft, die durch das Lüftungssystem eintritt, durch die Wärme der aus dem Raum entfernten Raumluft erwärmt wird. So geht Wärme nicht umsonst verloren, während der Raum belüftet wird.

Das dänische Haus verfügt auch über Sensoren, mit denen der Eigentümer das Raumklima kontrollieren kann. Die meisten gewöhnlichen Wohngebäude in Dänemark sind nicht wie in Smart Homes mit einer Klimaautomatik ausgestattet. Der Besitzer überprüft die Sensoren selbst und kann abhängig von den Indikatoren das Mikroklima manuell einstellen. Sowohl im ersten als auch im zweiten Fall ist der Effekt gleich.

Der Hauptvorteil eines dänischen Hauses ist also sein Lebenskomfort und seine Energieeffizienz. Dänen investieren lieber in hochwertige Konstruktionen mit neuen Technologien, da sie wissen, dass sich dies in einigen Jahren auszahlen wird. Die Stromkosten in einem solchen Haus sind fünfmal niedriger. Die Dänen achten auf die Auswahl der Baumaterialien für ihr Zuhause - sie sind alle gesundheitssicher. So kombiniert das dänische Haus Designeinfachheit mit Energieeffizienz, wodurch ein komfortabler Wohnraum entsteht.

Vielen Dank an Rockwool für die Materialien und Illustrationen.

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